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Ökostrom muss nicht teuer sein Drucken
Montag, den 02. Juni 2014 um 21:25 Uhr

Heidelberg. Trotz steigender Strompreise steht die Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor hinter dem Atomausstieg und der Energiewende. Wie das Institut für Demoskopie Allensbach jüngst ermittelt hat, befürworten 70 Prozent den Ausstieg aus der Kernenergie und den Wechsel hin zu erneuerbaren Energien. Und auch wenn der Umbau der Energieversorgung die Strompreise vorerst weiter nach oben treibt, sind Ökostromangebote nach Berechnungen des unabhängigen Verbraucherportals Verivox kaum teurer als konventioneller Strom. Wer sich noch nie um einen anderen Energieversorger gekümmert hat, kann durch den Umstieg auf einen Ökotarif mit Gütesiegel die Umwelt entlasten und gleichzeitig die jährlichen Energiekosten um bis zu 259 Euro senken.

Ökostromtarife deutlich günstiger als Grundversorgung

Der Verivox-Ökostrompreisindex weist im Mai 2014 einen Kilowattstundenpreis von durchschnittlich 27,95 Cent aus. Bei einem Vier-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh pro Jahr kommen so jährliche Stromkosten von 1.118 Euro zusammen. Der Preis für das günstigste Angebot mit Gütesiegel (ohne Vorauskasse) liegt derzeit bei durchschnittlich 954 Euro im Jahr. Zum Vergleich: Im Grundversorgungstarif, in dem sich alle Verbraucher befinden, die sich noch nie nach einem günstigeren Tarif umgesehen haben, entstehen für die gleiche Abnahmemenge durchschnittliche Kosten von 1.213 Euro. Durch den Wechsel können somit gegenüber der Grundversorgung 259 Euro eingespart werden.


Hohe Nachfrage nach Ökostromtarifen

„Das wichtigste Entscheidungskriterium bei der Wahl eines neuen Stromtarifes ist nach wie vor der Preis. Viele Verbraucher achten mittlerweile aber auch auf den ökologischen Mehrwert. Die Energieversorger haben darauf reagiert und bieten vermehrt auch günstigen Ökostrom an“, sagt Jan Lengerke, Mitglied der Geschäftsleitung bei Verivox.

Im Jahr 2013 bezogen sich beim Verbraucherportal Verivox rund 70 Prozent der Anfragen für einen Stromanbieterwechsel auf einen Ökostromtarif. Am höchsten war die Ökostromnachfrage im August mit über 80 Prozent. Zum Jahresende hin sank sie auf Werte um 50 Prozent. „Das Interesse an Ökostromtarifen ist ungebrochen hoch. Allerdings scheinen die Erhöhungen zum Jahreswechsel die Aufmerksamkeit stärker auf Preise und Preisgarantien zu lenken“, erklärt Jan Lengerke.

Beim Anbieterwechsel auf Gütesiegel achten

Bei der Entscheidung für einen Ökostromtarif sollten Verbraucher darauf achten, welche Gütesiegel das jeweilige Produkt aufweist. Als strengste Siegel gelten das ok-power-Siegel des Vereins EnergieVision e. V. und das Grüner Strom Label verschiedener Natur-, Umwelt- und Verbraucherschutzverbände. Daneben gibt es eine ganze Reihe anderer Institutionen, wie beispielsweise die TÜV-Gesellschaften, die unterschiedliche Zertifikate ausstellen.

 


Quelle: Pressemitteilungen von Verivox www.verivox.de

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